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Mit Suggy ist vor nicht allzu langer Zeit ein junges deutsches Startup online gegangen, das sich nicht weniger als eine echte Bereicherung unserer täglichen Surf-Erfahrung auf die Fahnen geschrieben hat.
Suggy versucht durch Analyse des Surfverhaltens und der bereits besuchten Webseiten herauszufinden, welche Themen uns interessieren und dazu möglichst relevante Leseempfehlungen zu geben. Der Name steht eben für das Programm – “Suggy” ist ein Kürzel für “Suggestions” – Empfehlungen.

Nach der Registrierung, die auf Wunsch auch unkompliziert via eines bestehenden Twitter- oder Facebook-Accounts von statten geht fordert Suggy zunächst zur Installation eines Plugins auf, das zur Analyse des Surfverhaltens dient. Dieses Plugin ist zur sinnvollen Nutzung von Suggy dringend nötig und ist für Firefox, Chrome und Internet Explorer erhältlich. Es wird auf Wunsch als Ausgangspunkt den Browserverlauf analysieren und fortan munter live Daten sammeln. Manch einer mag bei dieser Vorstellung kalte Füße bekommen, Suggy verspricht jedoch die vertrauenswürdige Behandlung der Daten.

Das Plugin bietet auch einige Shortcuts zu bestimmten Suggy-Funktionen, ausserdem kann jederzeit die Sammlung der Daten deaktiviert werden.
Der Vorteil der Methode liegt auf der Hand: Suggy möchte hinzulernen, dem Benutzer ständig Empfehlungen zu seinen aktuellsten Interessen aussprechen könne, ohne das diese manuell gepflegt werden müssen.

Etwas Einrichtungsarbeit ist aber zumindest zu Anfang doch nötig. Nach erfolgter erstmaliger Analyse des Browserverlaufs erstellt Suggy bereits erstaunlich gut nach Themengebieten sortierte Gruppen, die nach Lust und Laune umbenannt und durch das Hinzufügen, Entfernen oder Umgewichten der enthaltenen Schlagwörter “getunt” werden können. Selbstverständlich können Themenbereiche bei Bedarf auch völlig frei selbst erstellt und mit Stichworten angefüllt werden.
Suggy präsentiert nach Klick auf eines der Themengebiete sofort empfehlenswerte Webseiten, die ähnliche Interessen haben. Wie zu sehen ist, findet wohl noch keine sprachliche Eingrenzung abseits der angegebenen Schlagworte statt, was bei Themen mit international gebräuchlichen Begriffen zu dem Problem führen kann, das eben auch mal chinesische Seiten empfohlen werden.

Doch ausser Webseiten gibt Suggy auch konkret andere Benutzer an, die ähnliche Interessen haben, durch die man sich klicken kann. Es ist aber kein klassisches Freundschaftssystem implementiert, andere Benutzer können lediglich als Favorit abgelegt werden. Abhängig von den Freigabeeinstellungen der Benutzer können deren Themengebiete und relevanten Empfehlungen eingesehen werden. Auch Funktionen zum Senden und Empfangen privater Nachrichten und zum chatten sind vorhanden.
Fazit
Suggy ist eine sehr interessante Geschichte, für alle die keine Probleme mit dem aufzeichnen des eigenen Surfverhaltens haben. Auch wenn Suggy die Vertraulichkeit der gesammelten Daten verspricht kann ich bereits die Aufschreie hören, die derzeit bei jeglicher Datensammlung durch die Reihen gehen! Für mich steht dabei stets die Frage im Raum, in wie fern mir diese Daten denn tatsächlich schaden könnten. Mehr Spam im Mail-Postfach? Geht doch gar nicht!
Wer bereit ist, sich mit der Notwendigkeit dieser Datenanalyse zu arrangieren, für den kann Suggy ein wertvolles Werkzeug im Netzalltag sein, das selbständig interessante Informationen zu den eigenen Lieblingsthemen liefert und damit zumindest langwieriges googeln erspart und in einigen Fällen sicherlich auch interessante Kontakte zu ähnlich interessierten Menschen herstellen kann.
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