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Persönliche Kritik: Gamer

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gamer poster 202x300 Persönliche Kritik: GamerMein erster Kinobesuch im neuen Jahr – an sich war kein schlechter Auftakt zu erwarten, ging es doch in einen Film mit einem der momentanen Lieblings-Haudraufs Gerard Butler.

Das Thema an sich gibt ja eigentlich auch noch eine nette Handlung her, also nix wie rein, wir waren mit Sicherheit schon in Filmen, die weniger versprochen haben…trans Persönliche Kritik: Gamer

Kurzer Abriss der Handlung:

In einer nicht allzu weit entfernten Zukunft gibt eine neue Art von Computer-Entertainment, erfunden vom skrupellosen Ken Castle, das den Menschen den ultimativen Kick verschaffen soll. Man steuert nicht mehr einen digitalen Avatar durch virtuelle Welten, sondern echte Menschen aus Fleisch und Blut. So zum Beispiel in der Simulation “Society”, der ersten Software dieser Generation, eine Art weiterentwickeltes “Second Life“. Die einen Menschen bezahlen die anderen dafür, ihre Körper durch diese befremdlich wirkende Welt zu steuern und die totale Kontrolle über sie zu haben.

gamer 01 300x199 Persönliche Kritik: GamerDie neueste Entwicklung dieser Art Games ist “Slayers”. Hier steuern die Spieler verurteilte Strafgefangene durch einen Egoshooter. Den Verurteilten winkt dabei als Gewinn die Begnadigung, sollten sie 30 Runden überleben. Einer von ihnen ist Kable (Gerard Butler), ein Ex-Soldat, der frei kommen möchte um wieder mit Frau und Tochter vereint zu sein. Sein Gamer ist der siebzehnjährige Simon, seines Zeichens einer der besten Spieler der Welt. Mit Kable steht er bereits wenige Runden vor dem Gewinn des Spiels, nicht ahnend, das diese Möglichkeit von Castle auf keinen Fall in Erwägung gezogen wird.

Schliesslich steigt Kable mit Unterstützung von Simon, der ihn dazu aus seiner Kontrolle entlässt und der Hackergruppe “Humanz” (die mich irgendwie ein wenig an die “einsamen Schützen” aus Akte X dazumals erinnern) frühzeitig aus und flieht aus der Spielumgebung.

Meine Meinung:

Tja, wie so oft muss ich leider sagen: Da hätte mehr drin gesteckt!

OK, das der Film eine gewisse Overdose an Optik mit sich bringt war mir klar, ist er schliesslich als “von den Machern von Crank” beworben worden. Die Action passt durchaus, die obligatorische Wackelkamera nervt weniger als zunächst befürchtet. Aber irgendwie fehlt der gewisse Kick.

gamer 05 300x200 Persönliche Kritik: GamerFangen wir mal mit Kable selbst an: Der ist schon stellenweise ‘ne coole Sau, da fehlt aber irgendwie der ein oder andere Oneliner, der ihn so richtig in Szene setzt. Ausserdem nehme ich diesem Charakter irgendwie seine Beweggründe nicht hundertprozentig ab, dafür ist er zu dürftig gezeichnet. Das ist eventuell dem megaschnellen Einstieg in den Film geschuldet – es knallt schon ab der ersten Sekunde.

gamer 04 300x200 Persönliche Kritik: GamerDann mal zu Ken Castle: Als “Mann der über Nacht zu mehr Reichtum als Bill Gates kam”, genialer Spieleentwickler und Mega-Bösewicht, der wie sich herausstellt mehr oder weniger der gesamten Menschheit seinen Willen aufzwingen will ist er einfach nicht glaubhaft genug. Keine Spur von echter Genialität, irgendwie ist er zu weich und bübchenhaft.

Simon, Kable’s Gamer ist dagegen wie ich finde recht ordentlich getroffen und ganz gut glaubhaft als jugendlicher Zocker.

Wirklich schlimm finde ich den wutschnaubenden schwarzen Hünen, der auf Kable angesetzt wird. Sowas von überzeichnet und als rotzblöde Killermaschine charakterisiert, das er einem schon fast leid tun muss und mehr oder weniger zur Lachnummer verkommt.

gamer 03 300x199 Persönliche Kritik: Gamer

Die Hacker-Clique, die sich selbst “Humanz” nennt ist auch wieder so eine Sache, die man dem Film einfach nicht abnimmt. Ein Haufen Airhockey spielender Nerds, die z. B, nicht gerade den Eindruck machen, als hätten sie’s drauf, ein globales TV-Netzwerk zu hacken, wie sie es mehrmals tun.

gamer 02 300x200 Persönliche Kritik: GamerEin echter Hingucker (aber auch nicht mehr) ist Kable’s Frau (Amber Valetta), die mehr als einmal ihren knackigen Hintern leicht bekleidet in die Kamera hält. Ansonsten ist sie eigentlich überflüssig, läuft sie doch bis auf eine einzige Szene nur als ferngesteuerter Zombie durch die Spielwelt von “Society”. Ich glaube, die ist einfach nur zugunsten der Sexyness- Skala überhaupt im Film.

Allgemein genervt hat mich mehr als einmal die möchtegern-coole “Nerd-Language” im Film.

Ach, nicht zu vergessen die gute Kyra Sedgwick! Die hat eine recht nebensächliche Rolle als TV-Talkmasterin, tritt aber nicht als handlungstreibende Figur in Erscheinung. Zum Glück. Nennt es ruhig persönliche Abneigung, aber ich mag diesen lebenden, sprechenden Totenschädel einfach nicht! Noch nie und nimmermehr! icon wink Persönliche Kritik: Gamer

Also mein Fazit:

Gute Action, schlechte bis Miese Handlung, wenig glaubhaft gezeichnete Charaktere – ein Film zum Hirn ausschalten, der auf keinen Fall ein Kino-Pflichtbesuch ist.

Soweit meine kleine Filmkritik, leider wieder mal ein etwas unausgegorener Streifen, den Hollywood uns schmackhafter gemacht hat als er wirklich geworden ist.

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