Test: Google Chrome Developer Build und Extensions
Vor einigen Wochen bin ich von Firefox (der mir jahrelang treue Dienste leistete!) auf den Google Chrome Browser umgestiegen.
Ich war bisher hochzufrieden mit Stabilität, Geschwindigkeit und Usability. Da Chrome noch ein relativ junges Projekt ist, sind Erweiterungen (Extensions; Plugins; Addons) momentan nur für die Beta- und Developer-Version erhältlich.
Zeit für mich, das mal auszuprobieren…
Hier also ein kleiner Erfahrungsbericht inklusive erster Extension-Empfehlungen.
Die Voraussetzung
Zunächst mal brauchen wir wie bereits erwähnt entweder die Beta- oder Developer-Version von Google Chrome. Ich empfehle die Developer-Version (wenn schon, denn schon!
). Spaß beiseite – es gibt Extensions, die explizit nur mit dem Dev-Build funktionieren, und wir wollen ja die Möglichkeit haben alles auszuprobieren, oder?
Wir müssen also eine der beiden Chrome-Versionen installieren, bzw. unser bereits installiertes Chrome in den entsprechenden Build-Channel überführen.
Natürlich wird ein Backup der persönlichen Daten empfohlen. Wer nicht weiß wie das geht, hier findet Ihr eine Anleitung.
Danach aktivieren wir den entsprechenden Early Access Channel. Hier mal die wichtigsten, die diversen Linux-Channels findet Ihr auf dieser Seite ganz unten:
Nach der Installation ist alles startklar – seid Ihr vom Stable Release umgestiegen müsst Ihr den Browser noch neu starten, bevor Euch die neue Version zur Verfügung steht.
Was ist neu?
Wer eine Revolution erwartet hat wird enttäuscht – auf den ersten Blick ist alles beim Alten. Was mir in’s Auge gefallen ist: Bei der Einstellung zur Standardsuche wurde “Bing” hinzugefügt. Fand sowieso albern, dass das im Stable Build gefehlt hat. Ist nur ärgerlich wenn die Einstellung fehlt, aber kein Hindernis den bösen Konkurrenten zu benutzen (was ich übrigens trotzdem nicht tue).
Natürlich die Hauptsache: Der Punkt “Erweiterungen” im Einstellungsmenü. Hier lassen sich die Extensions verwalten, ganz ähnlich wie von Firefox bekannt:
Bereits von mir getestete Extensions
Einige Extensions habe ich bereits ausprobiert, manche haben an dieser Stelle eine Empfehlung verdient:
Ein guter Twitter-Client. Hat alle Funktionen, die man so auf die Schnelle braucht. Ich mag’s gern unkompliziert. Bisher ist deshalb Twhirl meine erste Wahl für Twitter – wenn Chromed Bird noch einen Benachrichtigungssound spendiert bekommt, hat es gute Chancen, Twhirl zumindest auf meinem Netbook zu ersetzen.
Simples Plugin, das bei Mouseover eines Twitter-Profillinks die User-Informationen samt letztem Tweet anzeigt. Und das sogar im Profil-Farbdesign des Users.
Eine nette Funktion, wenn man nicht jeden irgendwo auftauchenden Twitter-Link anklicken will.
.
Mit Klick auf das bit.ly Logo wird automatisch eine neue Short URL angelegt – natürlich im eigenen bit.ly Account.
Zusätzlich kann die URL dann gleich noch über Twitter etc. gepostet werden.
.
Dieses Plugin verbirgt hinter seinem Icon lediglich Links zu allen erdenklichen Google Services – auf Wunsch auch mit Untermenü zu den wichtigsten Funktionen, wie etwa “Neue Email” bei Google Mail. Ziemlich nützlich für den schnellen Zugriff und wenn man nicht zig Bookmarks selbst anlegen möchte.
Das waren jetzt mal ein paar Extensions, die mich in den ersten Stunden mit dem Chrome Developer Build überzeugen konnten. Natürlich gibt’s jetzt schon eine recht stattliche Auswahl, die bei Google hier zu finden ist:
Fazit
Zum Schluss bleibt mir nur zu sagen, das sich meiner Meinung nach ein Ein-/Umstieg auf die Developer-Version von Chrome lohnt. Vor allem natürlich wegen der Extensions, die eine große Bereicherung darstellen.
In Sachen Stabilität kann ich nur sagen, das ich bis jetzt keinerlei Probleme hatte, alles läuft stabil und flüssig, so wie ich es von Chrome gewohnt bin.












Und dann gibt es noch (von mir genutzt und getestet):
- Google Wave Notifier: Auch wenn die Welle mit der Welle bereits keine mehr ist…für Nutzer und Freunde von Google Wave sehr nützlich, da neue Mails einfach oben im Browser mit einer kleinen Zahl angezeigt werden.
- Google Calender Checker w/ Popup: Wer ein Nutzer der Google Kalnder ist (und dazu zähle ich, kann auf diese Erweiterung nicht verzichten.
- Google Reader Checker: Auch diese Erweiterung nutze ich sehr gern. Ein neuer Feed, wird sofort angezeigt (in Zahlworten) und ein kleiner Klick auf das Icon bringt einen unkompliziert in einen neuen Tab mit dem persönlichen FeedReader
- Beautify Facebook: Macht Facebooks Design einfach schöner.
Danke für die Tipps! Wave und Facebook nutze ich nicht wirklich, der Tipp für den Calendar ist super, den nutze ich auch täglich für Arbeit und privates.
Für den Google Reader kann ich Google Reader Notifier empfehlen. Funktioniert genauso wie der Checker, nur das bei Klick auf das Icon gleich eine Vorschau mit Newstitel angezeigt wird.
Ja, da hast du recht mit dem Notifier, aber ich finde das irgendwie hässlich und deshalb nutze ich den anderen.
Der Kalender ist wirklich super.
Du nutzt kein Wave? Weiß ich! Hättest du die Erweiterung, dann hättest du die seit Ewigkeiten wartende Welle bei dir schon gesehen…
Weißt du was hier fehlt? “Subscribe to Comments”, das wäre spitze…(und nun nicht mit dem Feed für die Kommentare kommen)
Hmm tja… also… bin noch nicht wirklich dazu gekommen, mir Wave genauer anzusehen…
Subscribe to Comments hab ich nun hinzugefügt, danke für die gute Anregung!