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2012 – Eine kleine Filmkritik

2012 FilmplakatHier nun also meine Kurzkritik und mein persönlicher Eindruck zum Katastrophenfilm-Blockbuster des Jahres, nachdem ich mich trotz meiner inzwischen aufgekommenen Bedenken doch noch reingewagt habe.

Der Film läuft ja nun schon gut 2 Wochen, aber ich hatte ihn mir selbst schon so madig gemacht, das er mich zunächst überhaupt nicht mehr interessiert hat. Aber naja, als Kinofan war’s unvermeidlich den anzusehen.

Also Freitag Abend, Spätvorstellung reserviert, entspannt mit den Jungs der örtlichen Spielhölle nen Besuch abgestattet, und rein in’s Vergnügen.

An der Snacktheke dann schon die Vorwarnung:

Freunde, das Ding läuft ‘ne Weile – Pause also nach den ersten 90 Minuten.

“Prima”, dachte ich mir – dann gibt’s wenigstens ‘ne Chance auf nen Kaffee, falls der langweilig wird!

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Ok ok, genug damit! Jaaa, er war nicht scheisse – aber hey, das heißt jetzt nicht, das er mich vom Hocker gerissen hat!

Also zu den Fakten: Was sich dem Auge da alles an Zerstörung darbietet sucht ehrlich seines Gleichen. Das nenne ich mal Plattmachen im großen Stil! Hier geht’s nicht um Kleinkram wie einfallende Häuser, das ist Next-Level-Verwüstung. Da stürzen Straßenzüge von Wolkenkratzern ein während ein Hobbypilot kreuz und quer mir dem Flieger durchsteuert, rutschen ganze Städte einfach so in’s Meer, ganz Hawaii verwandelt sich in feuer- und lavabedeckte Tupfen im Meer.

2012Das angenehme dabei ist: Endlich mal ein Film, der einen das dank abwesender ach so origineller Handkamera so richtig schön unverwackelt geniessen lässt. Nur einmal, zum Ende hin, ist wohl in einer Szene eine andere Kamera im Einsatz gewesen, die wirkt so richtig billig TV-mäßig platt. Es macht im großen und Ganzen aber echt Spaß, den Hauptfiguren auf ihrer Flucht erst durch die USA, dann um die halbe Welt, zu folgen.

Ja, s2012timmt. Schauspieler spielen da auch mit. Aber ich glaube, die sind nur so als Pausenfüller zwischen den Zerstörungsorgien gedacht. Nach den ersten ca. 45 Minuten, die so ein bischen die Charaktere beleuchten sollen sind die einfach nur noch Beiwerk zu den Effekten. Und geben dabei nicht gerade ein gutes Bild ab. Kann ja sein das liegt an mir, aber teilweise haben die mich echt genervt.

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Zum Beispiel Woody Harrelson als bekloppter Endzeitprognostiker Charlie Frost. Der Mann kann ja echt solche Rollen spielen, aber das hier wirkte teilweise zu unlocker um wirklich Spaß dran zu haben. Und dann erst dieser dicke Russe! Der kriegt von mir 2 dicke Minus Hand in Hand: Übelste Synchronisation im rein technischen Sinne und ein dermaßen überzogener Dialekt, das ich seit seiner ersten Szene echt Hass auf den Kerl hatte.

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Positiv ist noch zu erwähnen, das der Film auf Emmerich’s beliebtes Stilmittel der Militärpornografie weitgehend verzichtet. Das kann ich irgendwie nicht ab. Auch sein ansonsten gern gezeigter US-Patriotismus bleibt aus, auch wenn gerade gegen Ende es natürlich die Amerikaner sind, die den Rest der Menschheit daran erinnert, nicht ihre Menschlichkeit zu verlieren (*lol* ausgerechnet ^^). Ach ja, die Deutschen kommen in dem Sinne gut weg, das… also wie sage ich das diplomatisch… naja… die Bundeskanzlerin im Film ist halt ungleich attraktiver als ihr reales Pendant. ;-)

Jedenfalls fand ich 158 Minuten ganz schön lang. Ich hab mich zwar nie richtig gelangweilt, aber irgendwie hatte ich das Gefühl es hätte auch in ner knappen Stunde weniger alles erzählt werden können.

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  1. 29. November 2009, 02:00 | #1

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