Blogs in Zeiten von Twitter, Facebook und Co.
Der Blog SelbständigImNetz lädt ein, zum Thema “Blogs in Zeiten von Twitter, Facebook und Co.” zu schreiben.
Dieses Themas nehme ich mich gern an. Immerhin habe ich doch hier einen Blog-Frischling am Start und vor kurzer Zeit die Abhaltung eines Twitter-Schnupperkurses an einer VHS in der Umgebung zugesagt. Hier nun also meine ganz persönliche Ansicht zum Thema.
Die Fragestellung ist natürlich nicht ganz einfach, denn ich denke abseits des gemeinsamen Stempels “Web 2.0″ sind diese Medien doch ziemlich unterschiedlich.
Beginnen wir mal mit Twitter, da es zur Zeit irgendwie ein allgegenwärtiges Thema ist. Twitter ist hip! Mit schöner Regelmäßigkeit hört man seit längerem immer wieder davon. Sei es auf MTV, die sich gern mal auf über Twitter durchgesickerte brandheiße Informationen zu Album-Releases, neuen Haustieren oder eingerissenen Fingernägeln mitteilungsbedürftiger Künstler beziehen. Sogar “ernsthafte” Medien berichten über zu früh bei Twitter bekannt gegebene Wahlergebnisse, zukünftige US-Präsidenten die gern mal zwitschern, usw.
Das lustige daran ist, das meiner Erfahrung nach ein Großteil der Leute gar nicht so recht weiß, was Twitter überhaupt ist! Das ist halt sowas “das übers Internet geht”. Aber oftmals höchst nebulös das Ganze!
Dann hätten wir noch Facebook als Stellvertreter der Social Network Communities. Da lässt sich ja erstmal drüber streiten, in wieweit diese Communities denn wirklich so “social” sind. Es gibt Leute, die haben über solche Verzeichnisse mehr Kontakt zu Menschen als im realen Leben. Und von all den Schüler-/Studi-/Mein-VZs, Lokalisten und dergleichen ist Facebook für mich die Plattform für Spielkinder. Ich weiß nicht, ich kann nichts so tolles finden an diesen ganzen “Welche Simpsons-Figur bist du?”, “Was ist deine Auto- oder Motorradmarke, Bier- oder Schnapssorte?” Beschäftigungstherapien.
Und nun zu den Blogs.
Mittlerweile nicht mehr ganz so hip, da fast schon als Oldschool Web 2.0 zu bezeichnen, aber trotzdem meines Empfindens nach immer noch die gehaltsvollste Art, sich mitzuteilen. Ernsthaft, die 140 Zeichen bei Twitter sind gut für kurze Infos, mehr nicht – ist ja ok, das ist ja auch so gedacht. Aber der Informationsgehalt der meisten Tweets ist für meinen Geschmack doch etwas dürftig. Ich meine, das Motto “stay in touch” in allen Ehren, aber ich muss es nicht unbedingt jedes Mal wissen, wenn einer meiner Freunde oder Bekannten ein halbvolles Glas Wasser nachschenkt. Das fand ich zu Anfang ganz witzig, ist aber weder notwendig noch hat es bei mir lang seinen Reiz behalten. Inzwischen habe ich nur Tweets auf follow, die mich wirklich interessieren, und das sind momentan nicht mal ‘ne handvoll.
Ich sehe weder Twitter noch die diversen Social Community Networks als Ersatz oder Gefahr für Blogs. Ich finde auch, das alles steht nicht in Konkurrenz zueinander, jedes Medium hat seine Vor- und Nachteile und auf seine Weise seine Daseinsberechtigung oder seinen Nutzen. Blogs sind für mich halt einfach das universellste, weil frei definierbarste dieser Medien. Ein Blog ist, was man draus macht. Aber man hat die vollkommen freie Entscheidung was und wie man es macht.
Just my 2 cents. ![]()




Schöner Beitrag zur Blogparade.
Man kann jetzt sicherlich über das eine oder andere Streiten, aber sonst gebe ich dir recht.
Mich hat Twitter am Anfang auch dahingehend intressiert, was die sogenannten Promies so alles tun. Aber mittlerweile bin ich von dieser Spielerei auch weg und Folge hauptsächlich nur noch Leuten die meistens etwas sinnvolles schreiben.
Facebook finde ich persönlich gerade wegen den ganzen Anwendungen interessant. Okay, nicht diese Smilie, Welchem-Promi-bin-ich-am-nächsten oder so, Sonden eher Twitter, Flickr oder ähniche. Diese funktionieren im Gegensatz zu den VZ-Netzwerken wenigstens.